Eine Klosterfrau, die als selig geltende Beatrix, wurde in Engelport ganz besonders verehrt. Leider ist uns sehr wenig aus ihrer Lebensgeschichte überliefert worden. Jahrhundertelang wurden ihre Gebeine auf dem Chor aufbewahrt. Während der Französischen Revolution gingen diese Reliquien dann, wie viele andere Kostbarkeiten des Klosters, verloren.

Ein Mittelfinger war im Jahre 1658 über das Kloster Rommersdorf nach Veurne in Flandern zu den dortigen Prämonstraten- sern gelangt und gilt heute ebenfalls als verschollen. Außer dem Leichnam bewahrte man in Engelport auch zwei seidene Schleier und eine steinerne Lampe auf, die einst der seligen Beatrix gehört hatten. An ihrem Sterbetag, dem 13. Februar, hielt man ihr Jahrgedächtnis und heute erinnert ein an der ğAlten KircheĞ angebrachtes Mosaik an diese fromme Chorfrau.
Möglicherweise war Beatrix eine Tochter des Philipp II. von Wildenberg und die erste Oberin Engelports gewesen. Diesbezügliche Überlieferungen fehlen zwar, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Annahme richtig ist, ist jedoch groß. Gestützt wird diese These dadurch, dass sich der eher seltene Vorname im Stammbaum der Familie v. Wildenberg finden lässt.

Gemäß Überlieferung der Bollandisten pflegte die selige Beatrix in ihrem einfachen Holzsarg zu rumoren, wenn man ihren Gedenktag vergaß.



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