Eine Klosterfrau namens Beatrix wurde in Engelport ganz besonders verehrt. Leider ist uns sehr wenig aus ihrer Lebensgeschichte überliefert worden. Sicher ist nur, dass sie zwischen 1662 und 1406 lebte und ihre Gebeine erhoben wurden. Zusammen mit zwei ihrer seidenen Schleier und einer steinernen Öllampe wurden sie Jahrhundertelang auf dem Jungfrauenchor aufbewahrt. Während der Französischen Revolution gingen diese Reliquien dann, wie viele andere Kostbarkeiten des Klosters, verloren.

Zwei Reliquienpartikeln von Fuß oder Hand kamen 1657 über den damaligen Rommersdorfer Abt Petrus Diederich nach Veurne in Flandern zu den dortigen Prämonstratenserinnen im Kloster St. Joseph (Bethania) und sind heute ebenfalls verschollen. An ihrem Sterbetag, dem 13. Februar, hielt man ihr Jahrgedächtnis und heute erinnert ein an der »Alten Kirche« angebrachtes Mosaik an sie.

Die Herkunft der Chorfrau ist unklar. Sie könnte der Familie von Wildenberg oder der Familie Frei von Treis entstammen. Die Überlieferung der Bollandisten, die selige Beatrix habe in ihrem einfachen Holzsarg rumort, wenn man ihren Gedenktag vergaß, geht auf den oben genannten Abt Diederich zurück, dessen Informationen grundsätzlich mit großer Vorsicht zu betrachten sind.